Der Staat als Supernanny
.. so steht es in einem Artikel der Telepolis. Konkret geht es um das Eingreifen des Staates, um Kinder / Jugendliche vor “schädlichen” Inhalten im Internet fernzuhalten. Mal ungeachtet dessen, wie das technisch funktionieren soll und was “schädlich” ist: Für mich steckt hinter diesem Vorschlag eine ganz andere Frage.
Zunächst ein anderes Beispiel: An Karneval gab es ein “Zelt” bei uns auf dem Marktplatz. Und schon stand in der Zeitung, daß Minderjährige wiederholt stark alkoholisiert aufgegriffen wurden. Natürlich kamen die Vorschläge: Mehr Gesetze, mehr Security, mehr …
In beiden Fällen frage ich mich: Was machen eigentlich die Eltern ? Ich kann ja immer nach dem Staat als Ordnungsmacht schreien - aber als Elternteil habe ich ja nun eine gewisse Aufsichtspflicht. Und die sollte ich als Staat durchaus einfordern können. Wenn ich nicht will, daß meine Kinder bestimmte Sachen im Internet sehen können, dann habe ich zunächst selber dafür Sorge zu tragen. Und wenn meine vierzehnjährigen Kinder irgendwo besoffen unterm Tisch liegen, dann könnte der Staat auch mal das Kindergeld streichen.
Ich finde, da sollten sich Eltern auch mal an die eigene Nase packen.