Ich faste, na und ?
Alle Jahre wieder ist Karneval. Und da am Aschermittwoch alles vorbei ist, fängt dann die Fastenzeit an. Ich faste auch. In der Zeit bis Ostern werde ich kein Alkohol und kein Bier (…:-) ) trinken. Außerdem wird der Konsum von Süßigkeiten eingeschränkt. Jetzt kann man natürlich die Frage stellen: Warum eigentlich ? Ich versuche mal meine Antwort darauf zu geben.
Angefangen hat alles vor ungefähr zehn Jahren. Wie so oft werden solche Beschlüsse in einer gemütlichen Runde beim Bier gefaßt. Es war der Veilchendienstag und irgendeiner kam auf die Idee, wer wohl am längsten ohne Alkohol in der Fastenzeit auskäme. Keiner wollte Nein sagen. Ich weiß nicht, wie es bei den anderen gelaufen ist - ich habe jedenfalls bis zum Ende durchgehalten. Das erste mal war also aufgrund einer Art Wette.
Jetzt hätte ich es ja damit belassen können. Hab ich aber nicht. Ich habe damals gemerkt, daß mir diese Zeit einiges gebracht hat. Zunächst einmal ging es für mich auch darum, bewußt zu etwas Nein zu sagen. Fasten bedeutet ja nicht hungern. Es geht ja vielmehr um den bewußten Verzicht auf etwas lieb gewonnenes (wenn ich sowieso keine Zigaretten rauche bringt es der Verzicht darauf auch nicht mehr …). Man wird immer wieder in “Versuchung geführt” (und läßt sich ja auch leicht verführen). Aber dann immer Nein zu sagen, daß ist nicht einfach. Wenn man das aber mal eine Zeitlang gemacht hat, geht man durchaus gestärkt daraus hervor (Boris Becker: mentale Stärke).
Eine andere Dimension ist die Gesundheit. Natürlich tut es einem gut, mal auf Dinge zu verzichten. Es geht dabei nicht um Gewichtabnahme (man nimmt das gelgentlich in Kauf). Und wie schon erwähnt, geht es auch nicht um Hungern. Da ich früher sehr viel Sport getrieben habe (jaja, die alten Zeiten …), mußte ich meinen Engergiebedarf ja auch decken. Zu einem ganz anderen Motiv hat mich Renate gebracht. Sie meint immer, daß ich zu viel trinke (was natürlich nicht stimmt und irgendwie so eine Frauenkiste zu sein scheint ?!). Aber man weiß ja nie. Und der Verzicht auf Alkohol über diese Zeit gibt mir zumindest die Gewissheit, daß ich zumindest (noch) kein Alkoholiker bin.
Mittlerweile ist noch ein anderer Grund für das Fasten dazu gekommen. Es ist das Schmecken, oder anders das Genießen von Essen und Trinken. Ihr könnt euch wahrscheinlich nicht vorstellen wie es ist, wenn ich am Ostersonntag am Vormittag (nicht zum Frühstück !!!) mein erstes Weizenbier trinke. Das schmeckt einfach ganz anders. Ich nehme den Geschmack bewußter wahr und lerne dadurch Dinge (im Bereich Essen+Trinken) ganz anders zu schätzen. Das überträgt sich natürlich auch auf meinen Alltag. Z.B. esse ich gerne ausgefallene Schokolade. Mein derzeitiger Favorit ist Vollmilch mit Meersalz. Aber ich brauche eben nicht viel, komme also mit wenig aus - eben weil ich den Geschmack bewußter wahrnehme.
Auch wenn es nicht einfach ist sich jedes Jahr dafür zu motivieren: Mir hat die Fastenzeit immer etwas gebracht.
Just do it
Simone meint:
Hinzugefügt am 17. Februar, 2008 um 21:08 UhrVollmilchschokolade mit Meersalz? Buuuaaaahhhh! Da tät ich auch fasten - lebenslang.
Dir weiterhin viel Spaß beim Fasten!
Peter (Blog-Autor) meint:
Hinzugefügt am 18. Februar, 2008 um 11:10 UhrOh du Unwissende … Etwa auch so ne Nougatbraut ?!
Simone meint:
Hinzugefügt am 18. Februar, 2008 um 11:57 UhrNougat? Neiiiin! Pfefferminz…. Cappuccino… oder einfach pure Vollmilch…hmmmmmm!
Aber Schoki mit Salz? Das ist ja schlimmer als gesalzenes Popcorn *schüttel*
GeistMaria meint:
Hinzugefügt am 8. Juli, 2008 um 11:34 Uhrwas kann ich den sagen?
Viel Spass und Viel Erfolg; ich habe auch mehrmals versucht zu fasten aber es ist nicht so mein Ding
Grüss