Held der Vaterschaft

Also wenn es Orden für die Vaterschaft gäbe: Jetzt hätte ich einen verdient. Zumindest bekomme ich jetzt ein Fleißkärtchen und steige in der Qualifikation der Ersatzmütter eine Stufe nach oben. Was ist jetzt eigentlich passiert ?

Nun, ich hatte heute Großkampftag: Emilia und Anton bekamen eine Impfung und Lorenz war mit der U4 dran. Der Opa mußte zum aufpassen mit. Wir hatten einen Termin um 9.00 Uhr (gut merken) und ich habe mich bemüht (und geschafft) die Kinder rechtzeitig anzuziehen, zu frühstücken und wasweisichnochalles. Die Tasche mit den Klamotten (Ersatzwindel, Gummibärchen, Bücher) war gepackt und als auch der Opa um viertel vor da war konnte es losgehen.
Wir waren sogar pünktlich da (wie die Bahn zähle ich die ersten fünf Minuten nicht mit !) und saßen im Wartezimmer. Die Großen waren wirklich lieb und da der Kurze vorher noch die Flasche bekomen hatte, war er zunächst auch friedlich. Irgendwann war es ihm zuviel und da schon 45 weitere Minuten vergangen waren, konnte ich es ihm nachfühlen. Tatsächlich konnten wir nach weiteren 10 Minuten unsere Zelte abbauen und ins Behandlungszimmer gehen. Selbstredend, daß es dort ziemlich kalt war. Ich also den Lorenz ausgepackt, der dann von der Sprechstundenhilfe gewogen und vermessen wurde.

Weitere 10 Minuten vergingen, bis dann die Ärztin auftauchte. Zehn Minuten, in denen Lorenz fast nackig auf meinem Arm war. Er sollte schließlich noch untersucht werden. (Ach ja, weil wir den Raum blockierten wurde zwischendurch noch ein anderes Kind bei uns gewogen !). Als dann die Ärztin kam, hatte Lorenz keinen Bock mehr und schrie. Dann kamen die Untersuchungen und als krönender Abschluß die Impfung. Das ist schon komisch, denn die Nadel war länger als sein Oberschenkel dick. Das fand er natürlich überhaupt nicht gut und schrie bis zur Heimfahrt aus Leibeskräften. (gaaaanz ruhig, nur tief ein und ausatmen …).
Dann waren die Großen dran: Wärend Anton die Impfung gar nicht so richtig mitbekam (ich hatte ihm einen Lutscher in die Hand gedrückt und den Mund mit Gummibärchen vollgestopft ..), weinte Emilia schon mal vorher. Ich habe auch nicht verstehen können, warum eigentlich. Seis drum. Irgendwann waren wir alle fertig (die Kinder mit den Untersuchungen und die Erwachsenen so) und konnten nach Hause. Es war jetzt 10.40 Uhr.

Auf meine Nachfrage, warum es denn so lange gedauert hat, kam die Antwort, daß sich bei viel Betrieb eben Verzögerungen ergeben. Am besten wäre, vorher noch mal anzurufen. Hallo ? Die machen nicht vor neun auf - was für Verzögerungen soll es da geben ? Eigentlich hätten die mich doch direkt ins Behandlungszimmer bringen können, denn früher geht doch gar nicht ?

Das wirklich traurige dabei ist: In den anderen Praxen ist es auch nicht besser !

 

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One reply


  1. Nicht besser!?! Bei dem Programm weniger als drei Stunden? Da kannst Du Dich wirklich nicht beschweren….

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