Eine Nacht - einfach zum …

Also auf ein neues. So langsam gingen die Schlafanzüge und Bettbezüge aus (die Matraze hatten wir schon gewechselt). Renate richtete ihm ein Notbett und ich las ihm etwas vor; zum einen, um ihn zu beruhigen, zum anderen, um zu sehen, ob noch was kommt. Schließlich konnten wir ihn tatsächlich hinlegen und zumindest hat er sich danach nicht übergeben.

In der Geschichte fehlt ja noch jemand: Emilia. Es war erstaunlich - ausgerechnet die mit dem leichtesten Schlaf hatte nichts mitbekommen. Sie hatte alles verschlafen, worüber wir nicht unglücklich waren.

Na ja, ich dann ins Bett und bei jedem Husten aufgeschreckt. Irgendwann bin ich dann doch eingeschlafen. Allerdings nur so bis drei Uhr. Dann hörte ich meine Tochter und befürchtete bei ihr ähnliche Symptome wie bei Anton. War allerdings harmlos. Sie teilte mir weinend mit, nicht zugedeckt zu sein. Dem half ich ab und ging wieder ins Bett. Einige Minuten später hörte ich eine Elefantenherde durchs Haus stampfen. Ich wieder aufgestanden und bei Renate im Zimmer stand dann Emilia. Habe sie dann zu mir ins andere Zimmer genommen, wo sie bei mir geschlafen hat. Ich habe weniger geschlafen, weil das ein Einzelbett ist und sich meine Tochter recht breit zu machen pflegt …

Das Schlimmste an der ganzen Sache ist aber der Geruch der Magensäure, der sich überall im Haus ausgebreitet hat und erfahrungsgemäß auch nicht so schnell weg geht. Jedesmal wenn ich die Treppe hochgehe, werde ich durch den Geruch an die Ereignisse erinnert.

 

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