Und dann ging es doch ganz schnell
Renate war ja schon ein paar Tage über dem Termin und deswegen stand die Geburtseinleitung an. Am Tag vor dem Einlietungstermin hatte der Frauenarzt noch irgendwo rumgedrückt. Das hatte bei der Geburt von Anton auch schon geholfen. Diesmal tat sich nix. Als nächstes stand dann der Wehencocktail an. Ein fast schon esoterisches Wunderzeugs (für die ganz harten: Sekt + Pfirsichsaft halb und halb; mit Rizinusöl auffüllen …), das bei früheren Geburten geholfen hatte. Aber erst das beim Chinesen geholte Essen brachte das gewünschte Ergebnis (wobei der Auslöser nicht das Essen sondern der Vorgang des Holens war !): Erste Wehen ! An dieser Stelle kam dann der Spruch des Tages von Renate: “Es kann jetzt noch nicht losgehen - ich bin noch nicht gebärbereit ?!?!?!”
Das war so um halb acht abends. Nach dem traditionellen Wehentestbad kamen dann die Wehen im regelmäßigem Abstand von 2 Minuten. Wir also ins Krankenhaus gefahren, wo wir gegen halb elf dann ankamen. Die haben dann schon gar kein CTG mehr gemacht, weil das Kind ja quasi gleich rauskommt. Ich muß anerkennen, daß man Renate nicht ansah, daß die Geburt so kurz bevor stand. Das war wohl die Routine der dritten Geburt.
Und dann ging es wirklich sehr schnell. Im Grunde hatten wir unsere Sachen im Kreissaal gerade mal so sortiert, und dann war er da. Na ja, ganz so war es vielleicht nicht - aber als Vater hat man halt eine subjektive Sicht der Dinge. Festzuhalten bleibt, daß es eine unkomplizierte und schnelle Geburt war.
Lorenz ist auch schon von seinen Geschwistern begutachtet worden. Während Emilia sehr bewegt war (und ihn auch auf dem Arm halten durfte) interessierte sich Anton mehr für den Kuchen und die mitgebrachten Trecker. Die wesentlichen Dinge halt …
Simone meint:
Hinzugefügt am 22. November, 2007 um 20:02 UhrHallo!
Ganz herzliche Glückwünsche zur Geburt von Euerm Lorenz - ein klasse Name übrigens!! Wir wünschen Euch alles Gute!!!
Mein Sohn fand den mitgebrachten Duplo-Bagger Buddel auch doller als die neugeborene, schreiende Schwester - kann ich verstehen.
Peter (Blog-Autor) meint:
Hinzugefügt am 22. November, 2007 um 20:48 UhrEs ist halt die Reduzierung auf das Wesentliche und Praktische. Anton ist halt nicht so der fürsorgliche Muttertyp sondern in seinem Wesen eher rustikal …