St. Martin - 1
Der folgende Text wurde für die Osternacht Nr 69 geschrieben
Es regnet. Ich habe zwar keine akuten Halsschmerzen mehr, bin aber immer noch etwas angeschlagen. Was soll’s. Es ist der erste Montag nach dem Fest des heiligen Martin, ein trüber Nachmittag im November. Anton hat gerade sein Essen rausgebrochen und während Renate ihrem vergnügtem Sohn frische Sachen anzieht stabilisiere ich die unter Mitwirkung von Emilia gebastelte Fackel mit Draht. Viel hat sie dabei gar nicht machen wollen. Sie hat lediglich geschätzte zwei Liter Kleister auf der Oberfläche von zwei Din A4 Blättern mit viel Freude und Begeisterung verteilt.
Es geht los. Während Anton dick eingemummelt im Kinderwagen sitzt schleift Emilia ihre Fackel hinter sich über den Boden. Mir kommen Bedenken, ob die Konstruktion hält, bis es überhaupt los geht. Schließlich müssen wir noch zur Kirche und es fängt in Strömen an zu regnen. Unterwegs treffen wir viele Eltern mit ihren Kindern und Kinderwagen, die sich vor der Kirche vereinigen. Ich - schon ziemlich nass - habe eigentlich keine Lust mehr, da entdeckt meine Tochter etwas wesentliches:
„Tatütata !” kräht sie in die Dunkelheit und zeigt aufgeregt auf das so heiß geliebte Polizeiauto. Gut, für sie hat sich das Ganze schon gelohnt.
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St. Martin - 2 | Peter Kaminski:
Hinzugefügt am 13. November, 2007 um 07:30 Uhr